Fragen von C. & H. S

Von: C. & H. S Gesendet: Freitag, 1. Februar 2013 12:19

Betreff: Oberbürgermeisterwahl in Wiesbaden

Sehr geehrte Frau Hinninger, sehr geehrter Herr Dr. Müller, sehr geehrter Herr Gerich, sehr geehrter Herr Silbereisen, sehr geehrter Herr Hornung,

unsere Tochter besucht die Rudolf-Dietz-Schule in Wiesbaden-Naurod. In diesem Zusammenhang sind wir häufiger “vor Ort” und haben seither einen reichlich ernüchternden Eindruck vom baulichen Zustand der Schule gewonnen. Die erschreckende Mängelliste reicht von undichten Dächern und Fenstern bis hin zu unbenutzbaren (weil aus Sicherheitsgründen gesperrten) Fachräumen. Die Elternschaft hat sogar schon mehrfach in Eigenarbeit Sanierungen durchgeführt; stellvertretend verweisen wir auf die laufende Schulhofsanierung, über die ja auch mehrfach in der Tagespresse berichtet wurde.

Zugegebenermaßen ist uns unverständlich, dass die Sanierung der Schule wohl nicht vor 2020 – realistisch betrachtet wohl sogar noch deutlich später – in Angriff genommen werden soll. Denn letztlich geht es hier um adäquate Lernbedingungen sowie vernünftige Startvoraussetzungen der Kinder und damit letztlich doch auch die Zukunft unseres Landes.

Leider wurde uns in den bisherigen Diskussionen und Entscheidungsprozessen nicht ganz deutlich, inwieweit wir die u.E. gebotene Priorisierung von Ihnen als OB-Kandidaten tatsächlich erhoffen können. Dabei möchten wir nicht verschweigen, dass uns persönlich unverständlich ist, wenn eine Landeshauptstadt einerseits Millionenausgaben bspw. für ein Stadtmuseum plant (was wir tendenziell durchaus eher als “Kürprogramm” bezeichnen möchten), während andererseits das zwingende “Pflichtprogramm Schule(n)” tendenziell auf die lange Bank geschoben wurde.

Wir erlauben uns daher, uns hiermit direkt an Sie zu wenden. Dabei hoffen wir nicht nur auf Ihre Stellungnahme, sondern sehen insbesondere auch Aussagen zu den Prioritäten Ihrer etwaigen Amtszeit mit großem Interesse entgegen.

Mit freundlichen Grüßen … C & H S

Sehr geehrte Frau, sehr geehrter Herr S.,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben, mit dem Sie sicherlich einem Großteil der Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger aus der Seele sprechen: Nicht nur in Naurod ist die Situation für Schüler, Eltern und Lehrer städtischer Schulen in vieler Hinsicht schlicht katastrophal! Denn nicht nur das sehr oft gewählte Konkurrenzprojekt Stadtmuseum wird allenthalben den m.E. unhaltbar maroden Zuständen im pädagogischen Bereich bevorzugt, sondern auch eine Vielzahl anderer Ausgaben: Denken Sie nur an die im Bau befindliche Sporthalle auf dem Platz der deutschen Einheit: 50-100 Millionen € soll sie kosten, falls die geheimen (!) Verträge nicht weitere Überraschungen enthalten. Eine solche Halle ist nämlich üblicherweise schon für 3-10 Mio. zu haben… Der amtierenden Koalition von CDU und SPD ist also in Punkto Schulen nicht zu trauen: Was ist mit den anderen Politikern und Parteien? Die versprechen sehr oft den Himmel auf Erden für Alle und jeden: Solange Wahlzeit ist – danach ist alles wieder irgendwie ganz anders und Versprechen oft Makulatur: Zufall? Oder eher Willkür und Skrupellosigkeit? Ich empfehle Ihnen von daher, ein Bürgerbegehren bzgl. der Rudolf-Dietz-Schule zu initiieren! Und dabei gleich sämtliche Wiesbadener Schulen mit einzubeziehen…

 

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